Presseecho – Tag des offenen Schützenhauses

Auf die Präzision kommt es an

Interessierte probierten sich beim Schützenverein an Blasrohr, Pfeil und Bogen sowie Luftgewehr

Dossenheim. (dw) Der bundesweit stattfindende „Tag des offenen Schützenhauses“ ist für den hiesigen Schützenverein ein wichtiges Ereignis. An diesem Tag kann sich jeder Interessierte ein eigenes Bild vom Schießsport machen, dem man in der Bergstraßengemeinde seit mehr als 90 Jahren im Verein organisiert und nachgeht. So gibt sich das Team um Helmut Schmitt, Vorsitzender des Vereins, der bei Schützen Oberschützenmeister genannt wird, stets große Mühe, Neulingen einen guten Einblick in die Präzisionssportart zu geben.

Schon immer hatte man einen Rundkurs angeboten. Die Teilnahme daran wurde mit Aushändigung eines Sportschützendiploms feierlich bestätigt. Dieses Mal hatte man den Circuit neu gestaltet. Die Einrichtung der Blasrohranlage machte es möglich. Weiter galt es, mit dem Luftgewehr die Glücksscheibe zu treffen, den Pfeil durch ein Rohr in die Zielscheibe zu befeuern und den Pfeil mit einem Bogen zu beschleunigen, damit er auf der Zielscheibe landend möglichst viele Punkte einbringt. Wer älter als 14 Jahre alt war, durfte außerdem mit dem Kleinkaliber-Gewehr auf die Zielscheibe in 50 Metern Entfernung zielen.

Kindern unter elf Jahren war bislang eine Teilnahme am Ausprobieren dieser Sportart, der man eine Steigerung des Konzentrationsvermögens nachsagt, verwehrt. Immerhin geht es beim Schützenverein um die Handhabung von Waffen. Seit der Verein Lasergewehre und Blasrohrsausrüstung erworben hat, ist das anders. So gelang es zusammen mit der Disziplin „Pfeilwerfen“, in der als „Dartswettbewerb“ auch Weltmeisterschaften ausgetragen werden, einen zusätzlichen Rundkurs aufzustellen. So konnten auch Kinder ihr Geschick testen. Natürlich war das Schnuppern nicht an die Teilnahme an einem der beiden Circuits gebunden. Man konnte sich auch gezielt über nur eine im Verein angebotene Schießart informieren.

Schmitt jedenfalls freute sich, dass die offene Tür von zahlreichen Besuchern angenommen worden war. Offensichtlich hatten sie die neulich erst verlegte Eingangstür gefunden. Nach Jahren des Umbaus ist mit der Verlegung des Eingangs von „Am Sportplatz“ in die Gerhart-Hauptmann-Straße der fast 20 Jahre andauernde Prozess der Um- und Neugestaltung des Schützenhauses abgeschlossen. Großer Vorteil, den Besuchern öffnet sich jetzt nicht nur ein großzügiger Eingangsbereich. Er ist überdies barrierefrei gestaltet und verfügt über eine Behindertentoilette. Über diesen neuen Zugang ist auch die Gaststätte zu erreichen. Man müsse sich nur entscheiden, ob man durch die linke Tür in die Gaststätte oder durch die rechte zu den Sportanlagen gehe, deutet Schmitt die Schwere der Entscheidung gern augenzwinkernd an.

Die Siegerehrung der Ortsmeisterschaften war übrigens entfallen. Der Wettbewerb war nach einigen Wochen mangels Resonanz vorzeitig abgesagt worden. Kurz vor Ende des mehrere Wochen andauernden Zeitraums hätten sich zwar noch Interessierte gemeldet, erzählte Schmitt. Für eine Bestellung der Siegerpokale sei es da aber schon zu spät gewesen. Vielleicht klappt’s ein ander’ Mal.

Quelle: RNZ – Bergstraße/Mannheim – Weinheimer Rundschau vom Donnerstag, 11. Oktober 2018, Seite 56 (2 Views)